Blogs als Denkanstöße

Dass Weblogs hin und wieder Themen aufgreifen, welche trotz ihrer gesellschaftlichen Bedeutsamkeit in den Massenmedien kaum Berücksichtigung finden, ist bei vielen Journalisten und Bloggern angekommen. Auch die journalistische Fachliteratur kommt nicht drum herum das ein oder andere Wörtchen dazu zu verlieren. Blogs als ein nicht mehr ignorierbares Medium anzuerkennen, ist zwar noch nicht überall angekommen - was mitunter sicher auch an der schwach ausgeprägten Diskussionskultur in Deutschland liegt - wird ab und an allerdings auch mal lobend erwähnt. Gerade da, wo der klassische Regional- oder Lokaljournalist nicht hinschauen kann, finden sich Menschen, die den Lesern eine Alternative bieten können, wie im Falle der Thüringer Blogzentrale. Oftmals wechseln die aufgezwungenen Rollen bei derartigen Projekten die Seiten. So läuft die Inspiration betreffs Themen nicht mehr einseitig ab. Journalisten nutzen solche Blogs mit großer Wahrscheinlichkeit als Quelle für die eigene Themenfindung. Auch wenn bei diesem Prozess bei vielen Journalisten das Messer in der Hosentasche aufklappt. Kritische Denkanstöße kommen mehr und mehr aus dieser Ecke.

Natürlich nicht zu kritisch, denn die Abmahnwalze fährt ja alles platt, was irgendwie eckig aussieht.

Projekte wie die TBZ sollte man also durchaus als eine ernstzunehmende Alternative zu regionalen klassischen Medien sehen, die eben diese ergänzen.

2 Reaktionen zu “Blogs als Denkanstöße”

  1. Hagen R.

    Inwiefern man solche Projekte als ernstzunehmende Alternative sehen sollte, ist ja wohl stark abhängigvom Grad der Professionalität. Hinter welchem Portal stehen die Profis? Ich würde sagen hinter keinem.

    Ich denke, dass es eine Alternative sein KÖNNTE. Aber dazu brauch man gute Redakteure. Die Idee, dass Bürger und Blogger Nachrichten machen können und sei es nur regional, ist trotzdem eine spannende Geschichte UND zukunftsträchtig.

    Hagen S.

  2. Robert

    @Hagen: Aber genau darum geht es doch im Grunde: Dass auch “normale” Menschen als Alternative zu den journalistischen “Profis” über Themen schreiben, ohne vorher ein Journalismus-Studium absolvieren zu müssen.

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